17.04.2022

Österliche Grüße aus dem INTERPLAST Krankenhaus Nepal nach Bad Kreuznach

Das Bad Kreuznacher Ärzteehepaar André und Eva Borsche grüßen aus Nepal, wo INTERPLAST seit 25 Jahren ein Krankenhaus betreibt, das bereits so vielen armen Menschen geholfen hat und sich inzwischen zu einer Spezialklinik entwickelt hat, die auch schwerste Verbrennungen und Verletzungen erfolgreich behandeln kann.

In diesen Zeiten, wer wünschte sich da nicht auf eine Insel des Friedens, des respektvollen Zusammenlebens, des liebevollen Umgangs miteinander und der beeindruckenden Natur rundherum, dem frischen Frühlingswind, den grünen Reisfeldern und den majestätischen Bergriesen? Diese Insel ist von uns aus in 20 Reisestunden erreichbar. Sie liegt im Kathmandutal in Nepal. Sie ist ein Garten auf einem Hochplateau mit 5 zweistöckigen Gebäuden, sie ist das INTERPLAST-Krankenhaus in Nepal, das nicht nur Hoffnung und Trost, sondern konkrete medizinische Hilfe spendet.

Besonders bei der Behandlung Schwerstverbrannter leisten die Ärzte herausragendes. Seit 25 Jahre reisen Ärzte aus Deutschland regelmäßig nach Nepal, chirurgische Instrumente, Anästhesiebedarf und viel Wissen und Erfahrung im Gepäck, das sie gerne an ihre jungen Kollegen weitergeben. Auf diese Weise ist in aller Einfachheit ein Fachzentrum höchster Qualität entstanden, das besonders den Armen und Verlassenen zur Verfügung steht. Die Patienten werden teilweise in mehreren Tagesreisen von ihren Angehörigen ins Hospital gebracht. Im Winter werden dort fast täglich Kinder mit schweren Verbrennungen eingeliefert, die beim Spiel in den beengten Hütten die einzige Wärmequelle, einen wackeligen Kerosinkocher, umgestoßen haben. Vorsichtig muss unter Schmerzen die verbrannte Haut abgetragen und anschließend Spalthaut von gesunden Körperteilen ab und auf die offenen Stellen, Händchen, Füßchen oder Kopf, verpflanzt werden. Danach geht es in die Physiotherapieabteilung unter dem offenen Dach. Mit bunter Wandbemalung und viel Einfühlungsvermögen wecken und fördern hier Fachkräfte wieder das Vertrauen der Kinder in ihre Gliedmaßen, die ihnen so viel Schmerz und Entstellung bedeuten. Tiefere Gewebeschäden als durch Verbrennungen entstehen durch Starkstromverletzungen: überall in den Städten sieht man Elektrokabel in wirren Netzen und geringer Höhe, wie leicht kommt es beim kindlichem Spiel dort zu so schweren Folgen!

„Wir sind so beeindruckt, was wir hier erleben und staunen, dass die Nepalesen inzwischen selbst großartige Hilfe für Ihre Patientinnen und Patienten auf die Beine gestellt haben. Gerne wollen wir ihnen weiter Ausbildung und Unterstützung leisten mit dem Ziel, sie in den nächsten Jahren in die Selbständigkeit entlassen zu können.“

Eva und André Borsche