26.10.2020

Hilferuf aus Erbil, Kurdistan - INTERPLAST hilft!

Da während der Covid-Pandemie keine regulären Einsätze möglich sind, versucht die INTERPLAST Sektion - Bad Kreuznach Wege zu finden, weiter im Sinn der guten Sache zu helfen.

Wichtig sind dabei die folgenden Prinzipien: Was können wir unseren Mitmenschen Gutes tun? Wo können wir Hilfe leisten, die wirklich gebraucht wird? Wo finden wir Partner, die im Interesse der Armen und Benachteiligten handeln? So erreicht Interplast Kreuznach ein Hilferuf aus Kurdistan. Gerade wo sich alles um Corona dreht und jeder versucht, damit in Deutschland klar zu kommen. Trotz der Probleme im eigenen Land, ist die Not in vielen anderen Ländern noch viel existentieller und verdient unsere Aufmerksamkeit und Anteilnahme. Und so berühren uns die Flüchtlingslager im Nordirak, wo immer noch 700.000 Flüchtlinge darauf hoffen, einmal wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können. Seit vielen Jahren engagiert sich die Frankfurter Hilfsorganisation Wings of Help - Luftfahrt ohne Grenzen e.V. in der Region um Erbil, im Norden des Iraks, wo die Kurden eine autonome Regierung von Kurdistan gebildet haben. Dank dem großartigen Engagement der kurdischen Barzani Charity Foundation werden hier hilfesuchende Flüchtlinge aufgenommen, versorgt und medizinisch betreut.

Was können wir nun tun, um diesen Menschen zu helfen? Natürlich haben wir medizinisches Material, Fieberthermometer, Handschuhe, Mundschutze und viele Verbandsstoffe mitgebracht, doch fehlt es auch an Salben, speziellen Materialien und Medikamenten, die für die Versorgung Schwerstverletzter benötigt werden. 200.000 Gesichtsmasken sollen in den nächsten Wochen durch „Wings of Help“ per Lastwagen auf dem Landweg per LKW bis nach Kurdistan reisen.

Neben der materiellen Hilfe ist von den kurdischen Ärzten aber auch eine fachliche Unterstützung für schwierige Fälle gewünscht und in besonderen Situationen eine Verlegung nach Deutschland, zur Behandlung im Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach. Gerne würde hierbei „Luftfahrt ohne Grenzen“ logistisch mithelfen, damit die solidarische, humanitäre Hilfe auch Wirklichkeit wird.

Impressionen aus Erbil wurden in SWR aktuell gezeigt und von André Borsche in einem Interview mit der Landesschau Rheinland-Pfalz erläutert.